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Pride – eine Gelegenheit, die Inklusion aller Mitarbeiter zu feiern

Nutzen Sie unsere ‘Thank You Machine’ und schicken Sie eine Dankesnachricht zu Ehren des WorldPride und der Arbeit der LBTQ-Menschenrechtskampagne.

Von Laura Shear, Senior Manager, Content and Impact Marketing

Veröffentlicht 18. Juni 2021
Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2021

Juni ist Pride-Monat, die einmonatige Feier für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Queers (LGBTQ), geprägt von Umzügen politischen und kulturellen Veranstaltungen. Ausgangspunkt aller Pride-Paraden war ein Treffen im Jahr 1970 in New York City, mit dem man an das einjährige Jubiläum des Stonewall-Aufstands erinnerte. Die Ereignisse dieses Sommers 1969 – eine Reihe von Razzien und Protesten im Stonewall Inn, einer Schwulenbar in Manhattans Viertel Greenwich Village – veränderten die Landschaft des LGBTQ-Aktivismus in den Vereinigten Staaten und darüber hinaus für immer. Seitdem kommen LGBTQ- und ihre Verbündeten in vielen Ländern der Welt jeden Sommer zusammen, um in Pride-Paraden für gleiche Rechte zu demonstrieren und zu feiern.

WorldPride 2021, eine globale Feier der Rechte von LGBTQ

Der erste im eigentlichen Sinn internationale WorldPride fand im Jahr 2000 in Rom statt. Seit dieser Eröffnungsveranstaltung ist der WorldPride angewachsen, und gibt damit dem Kampf für gleiche Rechte mehr Gewicht denn je: Gleicher Zugang zu Gesundheitsversorgung, Arbeitsplätzen und Wohnraum; das Recht zu heiraten und Kinder zu adoptieren. Im August dieses Jahres wird der WorldPride aufgrund von Covid-19 an zwei Orten verteilt stattfinden, um die Parade dennoch sicher durchführen zu können: in Kopenhagen, Dänemark, und auf der anderen Seite des Kattegat in Malmö, Schweden.

Die Feiern unterstreichen die Notwendigkeit für die gewonnenen Rechte aktiv einzutreten und und die Akzeptanz in der Gesellschaft voranzutreiben. Auch wenn in den letzten 10 Jahren Fortschritte in vielen Bereichen gemacht wurden: LGBTQ’s sind immer noch Belästigungen, rechtliche und gesellschaftliche Diskriminierung, Gewalt und Bigotterie ausgesetzt. Weltweit kriminalisieren derzeit 69 Länder gleichgeschlechtliche sexuelle Aktivitäten, und in neun Ländern kann dies mit dem Tod bestraft werden. Sogenannte ‘Anti-LGBTQ-Propagandagesetze’ existieren in drei Ländern, darunter auch zwei in der EU.

Pride ist nicht saisonabhängig – es gibt Arbeit, die wir alle das ganze Jahr tun können

Unter der Ägide unserer globalen Pride Employee Community hat Zendesk Pride immer als Unternehmen und als Teil der lokalen Gemeinschaften gefeiert, in denen wir Niederlassungen haben. Natürlich sind wir uns darüber im Klaren, dass noch viel zu tun ist. Pride findet eben nicht nur im Juni statt. Es ist eine Aufgabe das ganze Jahr über. Viele Unternehmen bekennen sich heute zu Vielfalt – in den Reihen ihrer Mitarbeiter, in der Führungsriege, im Vorstand. Aber bei Pride geht es letztendlich um ein größeres Thema: Inklusion. Gesetzliche Rechte sind ein Teil, aber eben nicht der ganze Kampf: LGBTQ-Menschen verdienen es, für das, was sie als Person sind, gesehen und geschätzt zu werden, damit sie wie jeder andere bei der Arbeit erfolgreich sein können.

“Beim Pride geht es letztlich um ein größeres Thema: Inklusion. LGBTQ-Menschen verdienen es, für das, was sie sind, gesehen und geschätzt zu werden, damit sie bei der Arbeit wie jeder andere erfolgreich sein können.”

Wenn Unternehmen den Mitarbeitern Raum geben, ihre ganze Persönlichkeit in die Arbeit einzubringen, schaffen sie eine wirklich integrative Arbeitskultur. Ein Artikel von 2017 in der Harvard Business Review fasst das gut zusammen: „Im Kontext des Arbeitsplatzes ist Vielfalt gleichbedeutend mit Repräsentation. Ohne Inklusion werden jedoch die entscheidenden Verbindungen nicht stattfinden, die vielfältige Talente anziehen, ihre Teilnahme fördern, Innovationen fördern und zu Unternehmenswachstum führen.” Wie die Diversity-Spezialistin Vernā Myers es ausdrückt: „Diversity heißt zur Party eingeladen zu sein. Inklusion aber zum Tanzen aufzufordern.'“ Bei der Schaffung einer integrativen Unternehmenskultur geht es darum, sicherzustellen, dass sich die Mitarbeiter bei der Arbeit – psychisch, physisch und emotional – sicher fühlen. Fühlen sie sich anerkannt, akzeptiert und gefeiert für das, was sie sind? Oder haben sie das Bedürfnis, Aspekte ihrer Identität zu verbergen, weil sie sich in ihrem Arbeitsumfeld nicht willkommen fühlen?

“Bei der Schaffung einer integrativen Unternehmenskultur geht es darum, sicherzustellen, dass sich die Mitarbeiter bei der Arbeit – psychisch, physisch und emotional – sicher fühlen.”

Sexuelle Präferenz gilt als unsichtbarer Aspekt der Identität; Mit anderen Worten, wir kennen das Geschlecht oder die sexuelle Orientierung von jemandem nicht wirklich, ohne dass sie es von sich aus klar machen. Aber es gibt auch Dinge, die alle Unternehmen tun können, um ein Klima zu schaffen in dem sich LQBTQ entfalten können, simple Dinge wie:

  • Pronomen zu Email und auf Slack-Profilen hinzufügen
  • Auf Mitarbeiter zugehen, welche Pronomen sie für sich verwendet wissen wollen
  • Teammanager in Diversity im Unternehmen zu schulen.

In diesem Jahr wird es wohl wegen COVID nicht möglich sein, dass Mitarbeiter von Zendesk vor unserem Hauptquartier die Market Street in San Francisco entlang tanzen oder beim ShoutOut in Dublin dabei sein können. Wir feiern Pride den ganzen Sommer über mit einer Reihe interner Veranstaltungen und sponsern den WorldPride, der diesen August in Kopenhagen und Malmö stattfindet.

Tech for Good + Copenhagen 2021

„Wir bei Zendesk sind der Überzeugung, dass alle Mitarbeiter die Möglichkeit haben sollen, authentisch zu leben und bei der Arbeit erfolgreich zu sein. Als Teil dieser Mission möchten wir unsere Ressourcen und unser Wissen teilen, um Organisationen wie WorldPride Kopenhagen 2021 zu unterstützen und Vielfalt und Inklusion weltweit fördern“, sagt Jeff Titterton, Chief Operating Officer bei Zendesk.

Im Juli 2020 wandte sich der Zendesk-Ingenieur Morten Kristensen als Leiter der Pride Employee Community in der Region EMEA mit einem Angebot an die Veranstalter des WorldPride: Er und ein Team von Kollegen würden speziell für den WorldPride einen Zendesk Help Center einrichten, um den Kundensupport für die Veranstaltung in Kopenhagen zu administrieren. Das Projekt könnte unter Zendesks ‘Tech for Good’-Programm laufen, in dem Zendesk die Software und die Implementierungs-Services für die gemeinnützige Organisation kostenlos zur Verfügung stellt.

Die Organisatoren des WorldPride waren begeistert, gerade angesichts der vergangenen Events, bei denen man von der Menge an E-Mails überwältigt wurde. Sie sahen sofort, wie Zendesks Software helfen konnte, den Kundensupport besser zu verstehen und zu verwalten.

Dreißig Zendesk-Mitarbeiter schlossen sich zu einem Freiwilligenkomitee zusammen und machten sich an die Arbeit. Sie begannen, sich wöchentlich zu treffen, Ideen auf Miro-Boards zu sammeln und über einen eigens eingerichteten Slack-Kanal zu kommunizieren. Da sie für dieses Projekt alle Register ziehen wollten, boten sie sogar Designhilfe an, damit sich das Help Center nahtlos in die offizielle Website von Kopenhagen 2021 integrieren würde. „Unsere Expertise liegt im Kundenservice, daher wussten wir, dass wir dies in den WorldPride einbringen können“, sagte Andre Alves, ein leitender Softwareingenieur bei Zendesk in Kopenhagen.

Das Help Center wurde rechtzeitig live geschaltet, um mit dem Kundensupport für den Ticketverkauf zu beginnen, mit einem Template, das zudem von zukünftigen Gastgeberkomitees von WorldPride-Events verwendet werden kann. Siebzig Supportmitarbeiter können über die Software Besuchern und Teilnehmern helfen, eingehende Anfragen zu bearbeiten oder auch Feedback managen.

Das Projekt hatte einen zusätzlichen Nutzen: Inmitten der Pandemie haben die Freiwilligen von Kopenhagen 2021 eng zusammengearbeitet und als Gruppe ein Gemeinschaftsgefühl entwickelt: „Da ich mich zu Hause so isoliert fühlte, war dieses Projekt eine echte Erleichterung - eine Möglichkeit, in einen Aspekt des Lebens bei Zendesk einzutauchen und Teil einer Gemeinschaft zu sein“, sagt Casey Macaulay, Software-Ingenieur in Kopenhagen.

Als Teil von Zendesks Social Impact-Initiativen bietet das “Tech For Good”-Programm mehr als nur kostenlose Software. Es unterstützt gezielt gemeinnützige Organisationen mit Freiwilligen, die ihre Fähigkeiten und das Fachwissen mitbringen, um die Software zu betreiben und die Funktionen anzubieten, die für die spezifische Zielsetzung zugeschnitten sind. Bis heute hat Zendesk fast 5,2 Millionen US-Dollar an Software und Dienstleistungen für gemeinnützige Organisationen gespendet, um seine Support-Tools zur Verfügung zu stellen.

Wie Sie etwas bewirken können

Zendesk unterstützt auch die folgenden globalen und lokalen Organisationen, die sich für die Förderung und den Schutz der Rechte der LGBTQ-Community einsetzen. Schließen Sie sich an, um ihre Arbeit oder die Arbeit einer lokalen Organisation in Ihrer eigenen Gemeinschaft zu stärken.

Zeigen auch Sie gleichzeitig Ihre Unterstützung für die LGBTQ-Community und ihre Dankbarkeit gegenüber Kollegen und Freunden: Mit der neuesten Version unserer Thank You Machine wird für jede gesendete Karte, die unser Pride-Design verwendet, eine Spende von US$10 an die Menschenrechtskampagne zugunsten von Pride gemacht.

Pride für eine virtuelle, globale Welt neu denken

Mit den COVID-bedingten reduzierten Möglichkeiten für die direkte Teilnahme an Pride-Paraden müssen Unternehmen in diesem Jahr neue Wege finden, wie sie Pride feiern. Zendesk-Mitarbeiter nehmen beispielsweise an 8-wöchigen synchronen und asynchronen Programmen über Zeitzonen und Büros hinweg teil. Am Ende können so die Herausforderungen, die remotes Arbeiten mit sich bringt, möglicherweise zu einer Pride-Erfahrung beitragen, die noch breiter geteilt wird, für alle zugänglich ist und im Vergleich zur eintägigen Parade die Botschaft des Prides über eine längere Zeit weiterträgt.

Reimagining Pride für eine virtuelle, globale Welt

Einige Tipps, wie man Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammenbringen kann.