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Wissensmanagement im Unternehmen: So bleibt wichtiges Know-how in der Organisation

Von Christin K. Sander, Web Marketing Manager, Zendesk

Veröffentlicht 27. Januar 2022
Zuletzt aktualisiert: 27. Januar 2022

Alle Unternehmen haben Zugang zu einem umfangreichen Fundus an Wissen – sei es ihr Wissen um die Bedürfnisse der Kunden und das Geschäftsumfeld oder die Fähigkeiten und Erfahrungen der Mitarbeiter.

Die Art und Weise, wie ein Unternehmen dieses Wissen sammelt, weitergibt und nutzt, kann entscheidend für seine erfolgreiche Entwicklung sein. Dies gilt nicht nur für große multinationale Unternehmen. Wissensmanagement kann für Organisationen aller Art von Nutzen sein, vom kleinen Zeitungskiosk vor Ort bis zum großen Produktionsunternehmen.

Mit einer guten Strategie für das Wissensmanagement können Unternehmen außerdem den Verlust von Fachwissen im Unternehmen verringern: Denken Sie nur an das Wissen, das aus dem Unternehmen ausscheidende Mitarbeiter mitnehmen, eine der Hauptursachen für den Abfluss von Know-how.

Der effektivste Weg, die Vorteile des Wissenstransfers zu nutzen, besteht darin, ihn in der Unternehmenskultur zu verankern und Räume für den Austausch von Wissen zu schaffen.

Was bedeutet Know-how?

Know-how bezieht sich auf die Fähigkeiten, Fertigkeiten und das Wissen der Menschen darüber, wie man etwas tut. Dies umfasst auch auf die Fähigkeit des Menschen, Dinge erfolgreich zu erledigen. Know-how ist die Fähigkeit des Menschen, eine Aufgabe zu erfüllen.

In Unternehmen umfasst Know-how das Wissen und die Fähigkeit, Dinge innerhalb des Unternehmens zu erledigen. Dazu gehören oft Techniken, die zum Erfolg im Geschäft beitragen und dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Know-how ist manchmal schwer an andere Arbeitnehmer weiterzugeben. Es handelt sich um Wissen, das in bestimmten Formeln, Mustern oder Techniken zusammengefasst ist. Es umfasst auch bestimmte Praktiken.

Warum ist Wissensaustausch wichtig?

Unternehmen sollten darauf achten, dass wichtige Kenntnisse oder Fähigkeiten nicht nur bei einigen wenigen Personen gebündelt sind. Denn wenn diese das Unternehmen verlassen oder in den Ruhestand gehen, könnte dieses Know-how für Ihr Unternehmen verloren gehen.

Wenn Sie über effiziente Möglichkeiten verfügen, Wissen im gesamten Unternehmen zu teilen, wird es in größerem Umfang genutzt. Dadurch profitiert das Unternehmen am stärksten und das Wissen wird möglichst effektiv eingesetzt.

So bleibt das Know-how in Ihrem Unternehmen

Es ist zwar wichtig, den Wissensaustausch in Ihrem Unternehmen zu fördern, doch Sie sollten auch sicherstellen, dass das Wissen in Ihrem Unternehmen bleibt – auch, wenn Mitarbeiter gehen.

Sie haben zahlreiche Möglichkeiten, um das Know-how in Ihrem Unternehmen zu behalten:

  1. Schaffen Sie einen Ort, an dem ehemalige Mitarbeiter weiterhin ihren Beitrag leisten können. Viele Menschen haben viel in das investiert, was sie in ihrem Unternehmen aufgebaut haben, und sie möchten in Kontakt bleiben und weiterhin ihren Beitrag leisten. Können Sie eine Alumni-Gruppe auf LinkedIn einrichten? Können Sie Mitarbeitende als Mitglieder in einigen Ihrer gemeinsam genutzten Bereiche behalten, wie Ordner in Dropbox oder Kanäle in Slack? Wie wäre es, sie einmal im Jahr zu einer Party einzuladen?
  2. Halten Sie den Großteil Ihres Wissens online bereit: Sofern Sie nicht in einer Branche mit strengen Vorschriften tätig sind, sollten Sie den Wissensaustausch in Ihre Prozesse integrieren. Das bedeutet, dass Sie viel online bereitstellen. Dadurch ist Ihr Unternehmen produktiver und das Wissen bleibt in der Organisation erhalten, wenn die Mitarbeitende von einem Job zum nächsten wechseln. Es gibt auch noch andere Vorteile: Ihr Team kann von überall auf das Wissen zugreifen.
  3. Sie müssen nicht nur über die Mittel verfügen, um Wissen weiterzugeben, sondern auch eine vertrauensvolle Atmosphäre schaffen. Zollen Sie deshalb Anerkennung, wo Anerkennung geboten ist. Die Menschen werden ihr Wissen bereitwillig weitergeben und auch nach ihrem Ausscheiden in Kontakt bleiben, wenn dies für sie lohnend ist. Seien Sie großzügig, wenn Sie die Beiträge von Mitarbeitenden anerkennen, während sie in Ihrem Team sind, aber auch danach.
  4. Betrachten Sie die Kündigung eines Mitarbeiters als eine Chance. Zunächst scheint es, als ob Sie jemanden verlieren, der ein Kollege und in vielen Fällen auch ein Freund war. Aber in der neuen Arbeitswelt gibt es eine Million Möglichkeiten, diese Person in Ihrem Netzwerk zu halten. Ein Weggang bedeutet, dass Ihr Netzwerk in zweifacher Hinsicht wächst: Sie haben jemanden, der nicht mehr dabei ist, der immer noch in Kontakt bleibt, der aber wahrscheinlich in der Welt weiter aufsteigt. Und Sie haben die Chance, jemand Neues in Ihr Unternehmen zu holen.

Erfolgreiches Wissensmanagement durch Wissensaustausch

Mitarbeiter verfügen über eine Menge Wissen, das für Ihr Unternehmen und ihre Kollegen von entscheidender Bedeutung ist. Der Austausch von Wissen hilft ihnen, Kontakte zu knüpfen, bessere Leistungen zu erbringen und noch bessere Fachleute zu werden. Einige Beispiele für die Vorteile der gemeinsamen Nutzung von Wissen für Ihr Unternehmen sind, dass Sie Geld für Schulungen sparen können und dass Sie das Know-how erfassen und behalten können, selbst wenn sich die Mitarbeiter eines Tages entscheiden, woanders zu arbeiten.

Viele Mitarbeiter verfügen über Wissen, das für ihre Kollegen wertvoll ist. Es wäre schade, wenn es nur in ihren Köpfen bliebe. Der Vorteil des Wissensaustauschs in Unternehmen besteht darin, dass Mitarbeiter mit Fachwissen alles, was sie wissen, an andere weitergeben. Auf diese Weise wird es zu einem Gut, aus dem alle schöpfen können. Dieses kollektive Wissen steht somit allen Kollegen bei ihrer Arbeit zur Verfügung. Sie können es sogar nutzen, um Richtlinien und Entwürfe zu erstellen und Prozesse zu optimieren. So ist sichergestellt, dass die Mitarbeiter effektiv und einheitlich arbeiten und dass Sie (und Ihre Kunden) die gleiche Leistung und Qualität erwarten können.

Ein wichtiger Aspekt der gemeinsamen Nutzung von Wissen am Arbeitsplatz ist schließlich auch der Zugang aller zu solchen Informationen. So brauchen Mitarbeitende nicht zu warten, bis ein Kollege oder eine Kollegin mit speziellen Kenntnissen aus dem Urlaub zurückkehrt, oder eine Stunde lang nach der Antwort auf eine Frage suchen. Vielmehr finden sie das Wissen genau dann, wenn sie es brauchen. Sie können es sich somit einverleiben, auf ihre Arbeit anwenden und somit bessere, effektivere Leistungen erbringen.

Fazit

Als Wissensaustausch bezeichnet man die Vermittlung von impliziten (undokumentierten) und expliziten (dokumentierten) Informationen von einer Person zur anderen. Diese Weitergabe von Wissen in einem Unternehmen steigert nicht nur die Produktivität, sondern befähigt die Mitarbeitende auch, ihre Arbeit effektiv und effizient zu erledigen. Die Mitarbeitende können schneller und intelligenter arbeiten, da sie einfachen Zugang zu Erkenntnissen, Ressourcen und Fachwissen erhalten.

Um sicherzustellen, dass das Know-how im Unternehmen bleibt, sollten Unternehmen unbedingt eine solide Strategie für die gemeinsame Nutzung von Wissen entwickeln: Was geteilt wird, kann nämlich nicht verloren gehen.