Beitrag

Instagram-Profil gestalten − Der ultimative Guide

Von Christin K. Sander, Web Marketing Manager, Zendesk

Veröffentlicht 15. Februar 2022
Zuletzt aktualisiert: 15. Februar 2022

Mit einer erfolgreichen Social-Media-Strategie unterstützen Sie Ihre Unternehmensziele. Zu einer solchen Strategie gehört auch der gewinnbringende Einsatz von Tools wie Instagram.

Drei verschiedene Instagram Accounts

Bei Instagram gibt zwei Haupttypen von Accounts: persönlich und professionell. Dazu gibt es zwei Arten von professionellen Accounts: Business und Creator.

Es gibt zwar viele Überschneidungen bei den Funktionen dieser beiden professionellen Accounts, aber es gibt einen grundlegenden Unterschied: Ein Business Account ist für Unternehmen gedacht, die ihre Marke auf Instagram bekannt machen möchten, während ein Creator Account in erster Linie für Künstler, Musiker und andere Personen gedacht ist, die ihre persönliche Marke bekannt machen möchten.

Der persönliche Account ist die Lösung für den einzelnen Nutzer, der nicht für Produkte oder Dienstleistungen werben möchte keine geschäftlichen Ziele verfolgt und Instagram nicht als Web-Marketingstrategie nutzen möchte. Kurz gesagt, dies ist das Profil für diejenigen, die nur Fotos veröffentlichen wollen. Die Unterschiede machen sich erst dann bemerkbar, wenn man über das einfache Vergnügen hinausgehen will. Denn eines Tages zeigt sich, dass die einfache Präsenz auf Instagram nicht ausreicht und zusätzlichen Funktionen benötigt werden. Wenn das Geschäft wachsen soll, dann ist ein Geschäftsprofil unabdingbar. Rein ästhetisch mag dies als Einschränkung empfunden werden, denn nach der Änderung kann man das Layout nicht mehr wechseln. Strategisch gesehen eröffnen sich dadurch aber neue, zielführendere Szenarien. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: höherer Umsatz, größeres Engagement, statistische Analysen, die Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen und dergleichen.

Darüber hinaus gibt es auch einen Mittelweg: das Creator-Account. Das ist eine Sonderform des professionellen Instagram-Profils für User, die kein Unternehmen vertreten und damit das komplexe Gerüst eines Geschäfts-Profils nicht benötigen. User, die bereits ein persönliches oder ein professionelles Instagram-Profil besitzen, können es in ein Creator-Account umwandeln, um auf Funktionen zuzugreifen, die es ermöglichen, die Online-Präsenz zu überwachen, das Wachstum zu steuern und die Posts einfacher zu verwalten. Ein Creator-Account ist ideal für Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Künstler und Influencer.

Spezielle Features des Business Accounts

Ein Business Account ermöglicht die Verknüpfung mit einer Facebook-Geschäftsseite. Damit kann man Rollen wie Admins und Redakteure zuweisen, die Zugang zur Verwaltung des Instagram-Kontos haben.

Eine weitere Funktion ist Instagram-Insights, um zusätzliche Informationen zu erhalten, darunter Einblicke in Follower und deren Beiträge. Eigene Beiträge können nach Interaktionen eingestuft werden, um daraus abzuleiten, welche Beiträge zum Wachstum verhelfen.

Bei einem Business Account kann man auf der Profilseite Kontakt-Schaltflächen hinzufügen, die eine Wegbeschreibung, eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse enthalten. Will man eine physische Adresse hinzufügen, wird diese unter der Profilbeschreibung angezeigt.

Direkt unter dem Profilbild kann ein Kategorie-Label hinzugefügt werden, das angezeigt oder ausgeblendet werden kann. Das Kategorie-Label dient dazu, dem Zielpublikum mehr Informationen über das Unternehmen mitzugeben. Das Label folgt der Kategorie der verlinkten Facebook-Seite.

Mit einem Business Account erhält man Zugriff auf einen Posteingang mit zwei Registerkarten: Primär und Allgemein. So können alle DMs und Benachrichtigungen nach Priorität sortiert werden. Die Anfragen von Accounts, die nicht gefolgt werden, kann man nach Eingangsdatum oder nach Top-Accounts sortieren.

Die Tagging-Funktion ist ziemlich selbsterklärend. Man kann Beiträge sehen, in denen dieser Nutzer von seinen Followern getaggt wurde. Das ist eine großartige Funktion, um den Instagram-Explore-Feed zu kontrollieren und häufiger darin zu erscheinen! Es gibt auch Möglichkeiten, die Beiträge zu verwalten, in denen man getagt wurde.

Schritt für Schritt zum Instagram-Erfolg

Der erste, offensichtliche Schritt besteht darin, zu definieren, wie Erfolg aussieht, und wer die Zielgruppe ist. Damit werden mit dem Instagram-Account bestimmte Ziele und Kennzahlen verbunden.

Ein guter Ausgangspunkt ist die Vervollständigung der biografischen Informationen. Sowohl der Benutzername als auch der Name können in den Instagram-Suchergebnissen erscheinen; es ist aber der Bio-Link, der für das Unternehmen echte Wirkung haben kann, weil er Follower zur Webseite weiterleitet.

Danach kann die Suche nach den Followern beginnen. Instagram schlägt automatisch Personen vor, denen man auf der Grundlage des Facebook-Accounts folgen kann. Dazu gehören Accounts, die ihre Beiträge auf dasselbe Zielpublikum ausrichten.

Jetzt kann man mit dem Posten beginnen. Auf die Einheitlichkeit und Regelmäßigkeit der vermittelten Botschaften sollte man achten. Außerdem ist es wichtig, dass die Inhalte für die gewählte Zielgruppe relevant sind.

Eine gute Möglichkeit, mit den Followern in Kontakt zu treten, ist das Posten einer einfachen, offenen Frage. Die Antworten werden nicht sofort eintrudeln, aber Geduld und gute Arbeit werden sich irgendwann auszahlen. Direct Messages (DMs) und die richtigen Hashtags sind ebenfalls hilfreich. Mit dem richtigen Hashtag kann der Beitrag in den Top-Suchergebnissen landen und dadurch mehr Follower mobilisieren. Zu diesem Zweck ist es sehr nützlich, dann zu posten, wenn die meisten Follower online sind. Das Business Account hat dazu Zugang zu den entsprechenden Statistiken.

Videos und Instagram-Stories sind ebenfalls eine gute Möglichkeit, die Sichtbarkeit und die Interaktionen zu erhöhen. Ein Business Account kann mit Instagram-Stories verknüpft werden, sofern es 10.000 Follower hat.

Da TikTok ein großer Konkurrent ist, verleiht Instagram den Reels ein erhebliches Gewicht im Algorithmus. Reel-Videos sind kurz und knackig und sollen zwischen 3 und 30 Sekunden lang, lehrreich, inspirierend oder unterhaltsam sein. Für Marken sind Reels auf Instagram eine großartige Möglichkeit, ihre Kunden darüber aufzuklären, wie sie bei der Lösung eines Problems helfen können. Reels sollte man mit Untertiteln versehen, denn die meisten Instagram-Nutzer sehen sich keine Videos mit Ton an.

Carousels sind Beiträge in Ihrem Instagram-Feed, in die bis zu 10 Bilder eingefügt werden können. Carousels sind daher eine großartige Möglichkeit, eine Geschichte zu erzählen oder eine Mini-Lektion anzubieten. Im Vergleich zu Stories hat dies den Vorteil, dass die Follower die Carousels leicht speichern und teilen können, während Stories nach 24 Stunden verschwinden.

Gefälschte Konten, die sogenannten Fake Accounts, unter den Followern sollte man entfernen. Das ist wichtig, denn Fake Accounts beschäftigen sich nicht mit dem Inhalt und der Instagram-Algorithmus weiß das. Dies signalisiert dem Algorithmus, dass die Inhalte nicht wertvoll sind.

Erfolgreiche Beispiele

Gymshark macht Werbung für seine Black Friday Sales mit Influencer-Posts. Der Instagram-Feed von Gymshark enthält viele Posts von bekannten Influencern aus der Fitnessbranche.

Tiffany & Co. ist ein großartiges Beispiel dafür, wie eine Traditionsmarke Instagram nutzen kann, um ihr Erscheinungsbild weiterzuentwickeln und einen neuen Kundenstamm zu erreichen. In einer Branche, in der sich alles um Luxus dreht, verbindet Tiffany Spaß und Verspieltheit mit modernen Marketing-Taktiken wie die Instagram Live-Serie.

Keine Google-Suche mehr nach "günstigste Reiseziele". Touristen können einfach auf Instagram von Condé Nast Traveller gehen und die besten Reiseempfehlungen lesen.

Beats by Dre hebt nicht nur ihre Produkte hervor, sondern teilt auch ihre Erfolgsgeschichten bestimmter Kategorien und wirbt für deren Instagram-Konten.