Go-to-Market Strategie: In 11 Schritten zum Markterfolg
Erfahren Sie, wie Sie eine Go-to-Market Strategie nutzen, um Ihre Produktkonzepte in greifbare Angebote zu verwandeln – ganz ohne Chaos oder Verwirrung.
Die Einführung eines neuen Produkts kann beängstigend sein. Sie nehmen etwas, das Sie für ein Alleinstellungsmerkmal halten, und präsentieren es der ganzen Welt in der Hoffnung, dass die Menschen Ihnen Geld für Ihre Idee geben. Angesichts von Angst, Vorfreude und knappen Fristen können Produkteinführungen schneller bergab gehen, als Sie Ihren Elevator Pitch aufsagen können – besonders dann, wenn Sie keine Go-to-Market Strategie haben, auf die Sie zurückgreifen können.
Falls Sie keine Vorstellung davon haben, was eine Go-to-Market Strategie ist oder wie man eine erstellt: Keine Sorge. In diesem Artikel begleiten wir Sie von der Produktkonzeption bis zur Markteinführung mit Expertentipps und Tricks, die Sie benötigen, um eine narrensichere Go-to-Market Strategie und ein Framework zu entwickeln, das zu Ihrer Vertriebsmethodik passt.
Eine Go-to-Market Strategie (GTM) ist ein umfassender Plan dafür, wie ein Unternehmen ein neues Produkt auf den Markt bringt oder ein bestehendes erweitert. Sie richtet die Teams für Vertrieb, Marketing, Produkt und Customer Success auf ein gemeinsames Ziel aus: die Zielkund:innen zu erreichen und den Unternehmenserfolg voranzutreiben.
Welche Abschnitte sollte eine GTM-Strategie enthalten?
Sie können Abschnitte in Ihrem GTM-Strategieplan je nach Bedarf hinzufügen oder entfernen, aber hier sind die grundlegenden Komponenten, die die meisten Unternehmen einbeziehen möchten:
Titel des GTM-Abschnitts
Inhalt
Zeitplan
Erstellen Sie eine Produkt-Roadmap mit Fristen.
Schmerzpunkte der Kund:innen
Listen Sie die Schmerzpunkte der Kund:innen auf und die Kategorie, in die sie fallen (z. B. Produktivität, Prozess usw.).
Ideen
Brainstorming von Lösungen für die Schmerzpunkte der Kund:innen.
Branchenanalyse
Bewerten Sie Ihre Wettbewerber:innen und Branchentrends.
Produktkonzept
Nutzen Sie die zuvor erarbeiteten Lösungen, um Produktkonzepte zu entwickeln.
SWOT-Analyse
Analysieren Sie die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken Ihrer potenziellen Produkte.
Pitch
Listen Sie alle Personen auf, denen Sie das Projekt präsentieren müssen, um Unterstützung zu erhalten, und skizzieren Sie, wie Sie das Produkt an Kund:innen verkaufen werden.
Ziele und KPIs
Legen Sie Ziele für die Go-to-Market Strategie fest und bestimmen Sie Key Performance Indicators (KPIs) zu deren Überwachung.
Statusprotokoll
Behalten Sie den Überblick über wichtige Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Fristen.
Customer Journey
Skizzieren Sie alles über die ideale Customer Experience, während sich die Kund:innen durch den Sales Funnel bewegen.
Promotion
Entscheiden Sie sich für die Marketing- und Sales-Enablement-Tools, die Sie benötigen, um die Verkaufsziele der Markteinführung zu erreichen.
Warum Ihr Unternehmen eine Go-to-Market Strategie benötigt
Mehr denn je erwarten Kund:innen konsistente, vernetzte Erlebnisse bei der Nutzung Ihres Produkts. Laut dem Zendesk-Bericht zu CX-Trends 2026 glauben 85 % der Führungskräfte im Bereich Customer Experience (CX), dass Kund:innen Marken aufgrund einer unbefriedigenden Erfahrung verlassen werden.
Eine Go-to-Market Strategie hilft, einen frühen Verlust von Kund:innen zu verhindern, indem sie Teams darauf vorbereitet, vom ersten Tag an konsistente und zuverlässige Erfahrungen zu liefern. Sie definiert, wie ein Produkt geplant, eingeführt und unterstützt wird, indem sie Schlüsselphasen wie Zielgruppenansprache, Positionierung und Befähigung abdeckt. Eine GTM-Strategie legt zudem klare Erfolgsmetriken wie Akzeptanz, Bindung und Time-to-Value fest, damit Teams messen können, ob die Markteinführung Ergebnisse liefert.
Jedes Unternehmen, das ein Produkt oder eine Dienstleistung auf den Markt bringt, profitiert von einer Go-to-Market Strategie. Sie wird in Zeiten des Wandels oder des Wachstums unerlässlich.
Besonders nützlich ist sie in SaaS-, B2B- und Startup-Umgebungen, insbesondere für Teams, die sich im Bereich Enterprise Sales bewegen. Sie ist auch für B2C-Teams relevant, die eine Koordination von der Produktidee bis zur Performance nach der Markteinführung benötigen.
Sie sollten eine Go-to-Market Strategie priorisieren, wenn Sie:
Ein Produkt in eine neue Region ausdehnen
Einen neuen Markt oder ein neues Kundensegment testen
Ein neues Produkt für ein bestehendes Publikum einführen
Ein Produkt ohne klar definierten Markt entwickeln
An jedem dieser Wendepunkte gibt eine Go-to-Market Strategie Ihren Teams die Struktur, die sie benötigen, um mit Klarheit voranzuschreiten.
Vorteile einer Go-to-Market Strategie
Indem sie Teams hilft, ein gemeinsames Verständnis für die Kund:innen und deren Erwartungen zu entwickeln, treibt Ihre Go-to-Market Strategie messbare Geschäftsergebnisse voran.
Hier sind die wichtigsten Vorteile einer erfolgreichen GTM-Strategie.
Maximierung des Gewinnpotenzials
Ohne eine klar definierte Go-to-Market Strategie finden Interaktionen mit neuen und bestehenden Kund:innen oft isoliert statt. Dies kann zu hohen Akquisekosten, langsamer Expansion, Abwanderung und ineffizientem Umsatzwachstum führen.
Wenn Akquise- und Expansionsbemühungen durch GTM verbunden sind, gehen Sie bei der Gewinnung neuer Kund:innen gezielter vor. Sie konzentrieren sich auf den Product-Market-Fit und Kund:innen, die eher mit Ihnen wachsen werden, was zu einem effizienteren Umsatzwachstum und einem höheren Gewinnpotenzial führt.
Erreichung der Geschäftsziele
Klare Ziele sind wichtig, aber Ihre Teams benötigen eine Richtung, um diese zu erreichen. Eine Go-to-Market Strategie schließt diese Lücke, indem sie übergeordnete Ziele wie Umsatz oder Akzeptanz in konkrete Maßnahmen für alle Teams übersetzt.
Dies verringert das Risiko, dass Teams beschäftigt bleiben, ohne Fortschritte zu machen, und hilft ihnen, den Fokus auf die Ergebnisse auf Unternehmensebene statt auf individuelle Ziele zu behalten.
Steigerung der Markenbekanntheit
Eine Go-to-Market Strategie unterstützt die Markenbekanntheit, indem sie definiert, welches Problem Sie lösen, für wen und warum es wichtig ist. Diese Klarheit schafft einen direkten Weg, um die richtigen Kanäle und Botschaften für Ihre Marke zu finden.
Marketing, Vertrieb und alle anderen Teams mit Kundenkontakt können die GTM-Strategie dann als Grundlage nutzen, um Ressourcen aufzubauen, die die Bemühungen um die Markenbekanntheit unterstützen.
Einhaltung Ihres Budgets
Ein unklarer Umfang ist eine der häufigsten Ursachen für Budgetüberschreitungen. Ihre GTM-Strategie hilft Ihnen, dies zu vermeiden, indem sie Prioritäten, Verantwortlichkeiten und Zeitpläne frühzeitig im Einführungsprozess festlegt. Dies reduziert Überraschungen und reaktive Ausgaben, was es einfacher macht, langfristig im Budget zu bleiben.
Verkürzung der Markteinführungszeit
Die Verkürzung der Markteinführungszeit beginnt damit, Reibungsverluste vor Beginn der Ausführung zu beseitigen. Eine gut definierte GTM-Strategie legt Verantwortlichkeiten, Ziele, Erfolgsmetriken, Zielgruppe und Positionierung im Vorfeld fest. Dies ermöglicht es den Teams, ohne Verzögerung mit der Arbeit zu beginnen. Zudem werden klare Zeitpläne und Abhängigkeiten definiert, sodass Teams parallel arbeiten können, anstatt auf Genehmigungen oder fehlende Inputs zu warten.
Minimierung produktivitätsbezogener Ausgaben
Produktivitätsbezogene Ausgaben sind die versteckten Kosten mangelnder Abstimmung, die sich oft in doppelter Arbeit, Verzögerungen und Nachbesserungen aufgrund unklarer Verantwortlichkeiten äußern. Mit einer installierten GTM-Strategie treten diese Probleme viel seltener auf, da Rollen, Aufgaben und Zeitpläne frühzeitig definiert werden. Weniger Übergaben und weniger Nacharbeit ermöglichen es den Teams, mehr Zeit mit der Umsetzung und weniger Zeit mit der Klärung von Verwirrungen zu verbringen.
Arten von Go-to-Market Strategien
Ihr Unternehmen kann aus mehreren Go-to-Market Strategien wählen, basierend auf Ihren einzigartigen Zielen. Wir werden uns jedoch auf die vier wichtigsten konzentrieren:
Outbound
Sales Enablement
Account-Based Marketing (ABM)
Demand Generation
Outbound
Überblick: Diese Strategie kommt primär in der „Promotion“-Phase Ihrer GTM-Strategie zum Einsatz, wenn Sie bereit sind, mit dem Verkauf zu beginnen, anstatt das Produkt selbst zu planen.
Am besten geeignet für: Wenn Sie schnell ein hohes Verkaufsvolumen erreichen oder größere Accounts abschließen möchten, kann Ihr Unternehmen von einer Outbound-Strategie profitieren.
Anwendungsfälle: Sobald Sie bereit sind, den Verkauf für Ihr neues Produkt anzukurbeln, können Sie die Nachfrage durch verschiedene Outbound-Techniken zur Verkaufsakquise und Kontaktaufnahme generieren, darunter:
Kaltaquise
Fachmessen
Kalt-E-Mails
Direktwerbung
Messaging über soziale Medien
Sales Enablement
Überblick: Sales-Enablement-Strategien helfen Verkäufer:innen, potenzielle Kund:innen nahtlos durch jede Phase des Verkaufszyklus zu führen und so Gewinn sowie Produktivität zu maximieren.
Am besten geeignet für: Dies ist eine großartige Strategie, wenn Sie ein neueres Unternehmen sind oder ein Produkt in einem gesättigten Markt einführen. Kund:innen werden Ihnen keine Chance geben, wenn sie Ihren Wettbewerber:innen bereits vertrauen und nicht viel darüber wissen, was Sie zu bieten haben.
Geschäfte schneller abzuschließen und die Zeit bis zum Umsatz zu verkürzen
Wissen und Ressourcen an Interessent:innen zu verteilen
Neue Produkte erfordern etwas mehr Einsatz von den Verkäufer:innen, aber zu viel kann Kund:innen vertreiben. Wenn Sales Enablement Ihr GTM-Ziel ist, statten Sie sich mit den richtigen Engagement-Plattformen aus, um Ihr Team zu unterstützen.
Account-Based Marketing (ABM)
Überblick: Anstatt ein Produkt an die breite Masse zu verkaufen, entwickeln diese Unternehmen ein Produkt mit Blick auf besonders wertvolle Kund:innen. An dieser Strategie ist nichts auszusetzen, aber Sie benötigen ein fundiertes Verständnis dafür, was es braucht, um ein Geschäft mit Ihrer Zielkundschaft abzuschließen.
Am besten geeignet für: Wird typischerweise von Unternehmen im Channel Sales genutzt (Muttergesellschaften, die über ein anderes Unternehmen verkaufen). GTM-Strategien für Account-Based Marketing funktionieren auch gut für Unternehmen, die auf hochkarätige Kund:innen abzielen.
Anwendungsfälle: Um mit dieser Strategie Erfolg zu haben, sollten Sie:
Detaillierte Einzelheiten über die Konten herausfinden, die Sie gewinnen möchten
Die wichtigsten Stakeholder:innen und Entscheidungsträger:innen des Unternehmens kennenlernen
Die Kommunikation für jedes Unternehmen personalisieren
Sich auf Fallstudien, Mundpropaganda-Empfehlungen und Customer-Success-Storys stützen
Diese Schritte helfen Ihren Teams, ihre Bemühungen auf den Aufbau stärkerer, relevanterer Beziehungen zu wertvollen Kund:innen und Einkaufsgruppen zu konzentrieren.
Demand Generation
Wie der Name schon sagt, geht es bei dieser GTM-Strategie darum, eine verlässliche Nachfrage nach Ihrem neuen Produkt zu schaffen. Demand Generation nutzt in der Regel Outbound-Marketingtechniken wie Kaltakquise, E-Mail-Marketing und Werbung. Wenn Sie ein einzigartiges Produkt mit einer sehr spezifischen Nische haben, kann diese Strategie Sie viel schneller in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken als andere Taktiken.
Diese Taktik stellt zudem Ihr Wertversprechen in den Vordergrund und fördert ein klares Bild der Alleinstellungsmerkmale Ihres Produkts in den Augen der Konsument:innen.
Elemente einer Go-to-Market Strategie + Anwendungsbeispiele
Alle GTM-Strategien basieren auf den drei Cs:
Customers (Kund:innen)
Company (Unternehmen)
Competition (Wettbewerb)
Diese Cs beeinflussen jede Entscheidung, die Sie während der Entwicklung Ihrer GTM-Strategie treffen. Sie können jedes C nach Wer, Was, Wann, Wo und Warum aufschlüsseln, um einen detaillierteren Ansatz zu erhalten.
Lassen Sie uns zum Beispiel ein Bürobedarfsgeschäft betrachten, das B2B- und B2C-Verkäufe tätigt. Angenommen, das Geschäft führt im Sommer ein Back-to-School-Bundle ein, um Kinder auf die Rückkehr ins Klassenzimmer vorzubereiten.
Kund:innen (Customers)
Zuerst müssen Sie bestimmen, welches Problem Ihre Zielkundschaft hat und welche weiteren Merkmale sie auszeichnen. Stellen Sie sich die folgenden Fragen, um Ihre idealen Kund:innen kennenzulernen:
Wer ist Ihr Zielmarkt? In diesem Fall umfasst der Zielmarkt Eltern mit einem Haushaltseinkommen von über 85 000 $, die einen vollen Terminkalender haben und Kinder im Grund- bis Oberstufenalter haben, die in verschiedenen Aktivitäten involviert sind. Sie suchen nach Qualitätsprodukten, schätzen aber auch Bequemlichkeit. Ihre Kinder haben vielleicht noch Vorräte aus dem vorangegangenen Schuljahr, müssen aber wahrscheinlich neue Materialien kaufen.
Was müssen sie kaufen? Sie müssen neuen Schulbedarf für ihre Kinder erwerben.
Wann benötigen sie Ihr Produkt? Die meisten Schulen in den USA beginnen im August oder September mit dem Unterricht. Das bedeutet, dass Ihr Back-to-School-Bundle bis Ende Juni oder in der ersten Juliwoche in den Regalen stehen müsste.
Wo kaufen sie ein? Viele Eltern, die den Schulbedarf im Geschäft kaufen, tun dies in großen Einzelhandelsmärkten wie Walmart, Target, Best Buy und Staples – wo sie wahrscheinlich alles, was sie brauchen, an einem Ort finden. Es ist ein Bonus, wenn sie den Schulbedarf während des Lebensmitteleinkaufs mitnehmen können.
Warum brauchen sie es? Oftmals haben Schulen strenge Materiallisten und sie erwarten von den vielbeschäftigten Eltern, dass sie alle Artikel darauf kaufen.
Unternehmen (Company)
Überlegen Sie als Nächstes, was Ihr Unternehmen den Kund:innen bietet und wie es einen Mehrwert schafft.
Wem dienen Sie? Ihr Produkt dient vielbeschäftigten Eltern, die Schulbedarf für ihre Kinder einkaufen.
Welche Probleme lösen Ihre Produkte? Ihr Back-to-School-Bundle ist eine bequeme Möglichkeit für Eltern, alle Artikel auf den Materiallisten ihrer Kinder zu erhalten. Für zusätzliche Bequemlichkeit können Sie die Bundles basierend auf den Listen der Schulbezirke anpassen, sodass Eltern einfach zugreifen können.
Wann planen Sie die Markteinführung? Starten Sie im Juni oder Juli, um den Eltern genügend Zeit zum Einkaufen zu geben. Wenn Sie sich über das beste Datum unsicher sind, sollten Sie immer historische Daten prüfen, um eine Entscheidung zu treffen.
Wo werden Sie verkaufen? Sie müssen in den Geschäften verkaufen, in denen Ihr Zielmarkt am meisten einkauft, um die Bequemlichkeit zu maximieren. Dazu gehören wahrscheinlich Läden wie Walmart und Target.
Warum sollten die Leute bei Ihnen einkaufen? Eltern sollten Ihr Bundle kaufen, weil Sie ihnen die mühsame Arbeit des Einkaufs für das neue Schuljahr abgenommen haben. Da sie sich nun keine Sorgen mehr um den Materialbedarf machen müssen, können sie sich auf ihren Alltag konzentrieren oder den „lustigen“ Teil des Schuleinkaufs erledigen, wie zum Beispiel mit ihren Kindern neue Kleidung und Schuhe auszusuchen.
Wettbewerb (Competition)
Behalten Sie schließlich die Konkurrenz im Auge, um sicherzustellen, dass Sie Ihren Wettbewerbsvorteil wahren.
Wer sind Ihre Wettbewerber:innen? Crayola, JanSport und Paper Mate verkaufen alle Schulbedarf, bleiben aber in ihrer eigenen Nische. Das ist gut, weil sie hervorragende Produkte in ihrem Bereich herstellen. Es bedeutet jedoch auch, dass Kund:innen auf die Bequemlichkeit verzichten müssen, ihren gesamten Schulbedarf auf einmal zu besorgen.
Was ist ihr Verkaufsversprechen? Im Allgemeinen bleiben Marken, die Schulbedarf verkaufen, bei einer einzigen Kategorie: Schreibgeräte, Technik, Organizer, Lehrbücher usw.
Wann beginnen Ihre Wettbewerber:innen mit dem Verkauf von Schulbedarf? Die meisten Back-to-School-Verkäufe beginnen Anfang Juli und enden Ende August.
Wo verkaufen sie? Sie haben vielleicht einige regionale Wettbewerber:innen, aber die genannten Marken werden ihre Produkte wahrscheinlich auch in den großen Einzelhandelsmärkten verkaufen, die Sie anvisieren.
Warum sollten Käufer:innen bei Ihnen statt bei der Konkurrenz kaufen? Sie sollten sich für Sie entscheiden, weil Sie ein Bundle aus hochwertigem Schulbedarf zusammengestellt haben, das erschwinglich und bequem zu erwerben ist.
Wie man eine Go-to-Market Strategie aufbaut
Erstellen Sie einen Go-to-Market Plan, um Ihr neues Produkt in 11 Schritten einzuführen:
Setzen Sie realistische Launch-Ziele basierend auf Verkaufsprognosen
Legen Sie Fristen fest
Identifizieren Sie die zentralen Wertversprechen Ihres Produkts
Definieren Sie Ihre Zielkundschaft
Wählen Sie Ihre KPIs aus
Analysieren und nutzen Sie alte GTM-Strategien erneut
Finalisieren Sie Aktualisierungen des Verkaufszyklus
Optimieren Sie Lead-Funnel
Richten Sie Vertriebsaktivitäten an der Customer Journey aus
Bereiten Sie Ihr Kundenservice-Team vor
Planen Sie einen Mini-Launch
1. Setzen Sie realistische Launch-Ziele basierend auf Verkaufsprognosen
Ein häufiger Fehler ist die Annahme, dass ein neues Produkt ein umsatzgenerierender Game-Changer sein wird. Wenn Sie das tun, geben Sie mehr für Marketing und Produktion aus, als Sie sollten, und riskieren, die Gewinnschwelle nicht zu erreichen.
Gehen Sie immer davon aus, dass Ihr neues Produkt nicht mehr Geld generieren wird als Ihre anderen Produkte. Es ist besser, angenehm überrascht zu sein als tief enttäuscht. Und denken Sie daran: Ihre Verkaufsprognose ist dazu da, Sie ehrlich zu halten.
Tipp: Fangen Sie kleiner an, wenn Sie sicherstellen müssen, dass Sie über die Ressourcenzuweisungen und den Bestand verfügen, um mit dem Verkaufsvolumen für eine erfolgreiche Einführung Schritt zu halten.
2. Legen Sie Fristen fest
Aufgabenfristen halten Ihr Team auf Kurs und stellen sicher, dass Ihr Produkt zum geplanten Zeitpunkt veröffentlicht wird. Achten Sie darauf, dass die Fristen aller Abteilungen aufeinander abgestimmt sind, damit Vertrieb, Lager, Marketing und Finanzen am Tag der Einführung an einem Strang ziehen.
Tipp: Erstellen Sie ein Live-Dokument für das Projektmanagement, um Fristen und Kernverantwortlichkeiten im Auge zu behalten.
3. Identifizieren Sie das zentrale Wertversprechen Ihres Produkts
Bevor Sie Ihre Reise mit dem neuen Produkt beginnen, schauen Sie sich an, was Ihr Unternehmen durch dieses Produkt gewinnen möchte. Neue Produkte sind teuer in der Entwicklung und Einführung, ohne Garantie auf Verkäufe. Wenn die Antwort nicht klar ist, versuchen Sie, sich einige dieser Fragen zu stellen:
Warum führen Sie das Produkt ein?
Haben Kund:innen Aktualisierungen für ältere Produkte angefordert?
Möchten Sie die Qualität steigern?
Planen Sie, eine günstigere Lösung anzubieten?
Treten Sie direkt gegen ein Konkurrenzprodukt an?
Tipp: Wissen Sie, wo Ihr neues Produkt in der Wertschöpfungskette Ihres Unternehmens steht, um sicherzustellen, dass es seine Aufgabe erfüllt.
4. Definieren Sie Ihre Zielkundschaft
Das Verständnis Ihrer Zielgruppe ist einer der wichtigsten Teile eines erfolgreichen GTM-Plans. Wenn Sie über Ihre idealen Kund:innen nachdenken, ziehen Sie Folgendes in Betracht:
Welche Schmerzpunkte erleben sie?
Wie können Sie ihr Problem lösen?
Wie fühlen sich die Kund:innen in ihrer aktuellen Situation?
Welche Funktionen sind für Ihre Zielkundschaft am wichtigsten?
Wie beabsichtigen sie, Ihr Produkt zu nutzen?
Tipp: Nutzen Sie Daten zur Kundensegmentierung und erstellen Sie Buyer Personas, um die Produktbotschaften zu verfeinern.
5. Wählen Sie Ihre KPIs aus
Sie können den Erfolg Ihrer Strategie nicht beurteilen, wenn Sie nicht genau wissen, was Sie messen. Möchten Sie beispielsweise Konversionen, Markenbekanntheit, Kundenbindung oder etwas anderes verfolgen?
Wenn Sie Ihre Metriken von Anfang an mit einer Software für den Sales Funnel verfolgen, ist es einfacher, Probleme zu identifizieren und Lösungen zu finden. Einige unserer KPI-Vorschläge umfassen:
Anzahl der Besuche auf Ihrer Produktseite
Anzahl der Inbound-Interaktionen
Umsatz pro Kund:in
Cash-Burn-Rate
Kundenzufriedenheit
Anzahl der Klicks auf Anzeigen
Anzahl der Outbound-Interaktionen
Tipp: Bevor Sie spezifische KPIs auswählen, bestimmen Sie, welche Kategorien für Sie am wichtigsten sind und wie Sie diese verfolgen werden. Haben Sie den richtigen Zugang, um leistungsbezogene Metriken zu überwachen?
6. Analysieren und nutzen Sie alte GTM-Strategien erneut
Wenn Sie in der Vergangenheit eine GTM-Strategie verwendet haben, die funktioniert hat, sollten Sie in Betracht ziehen, diese erneut zu nutzen. Konsistenz ist nicht nur für Ihr Unternehmen von Vorteil, sondern auch für Ihre Kund:innen.
Markenkonsistenz bedeutet, dass sich Ihre Interessent:innen und Stammkund:innen beim Kauf bei Ihnen sicher fühlen werden. Ein massiver Wechsel der Taktik kann manchmal nach hinten losgehen und das Kundenvertrauen schwächen.
Tipp: Erstellen Sie eine GTM-Vorlage und fertigen Sie Kopien an, um die Einführungsstrategie für jedes neue Produkt Ihres Unternehmens individuell anzupassen.
7. Finalisieren Sie Aktualisierungen des Verkaufszyklus und legen Sie Datenerhebungsmethoden fest
Wenn Sie wissen, dass Ihr Vertriebsteam an der Implementierung von Zyklusänderungen und neuen Vertriebsstrategien arbeitet, setzen Sie diese Verbesserungen vor der Markteinführung um.
Das Ändern oder Verkürzen eines Verkaufszyklus erfordert in der Regel ein gewisses Maß an Experimenten. Wenn Sie versuchen, Verkaufsdaten zu einem neuen Produkt während laufender Zyklusänderungen zu analysieren, werden Sie Ihre Produktdaten nicht von Ihren Verkaufsaktivitätsdaten trennen können.
Tipp: Wenn Sie interne Aktualisierungen erwarten, planen Sie alle produkt- und vertriebsbezogenen Aktivitäten mindestens ein Jahr im Voraus, damit Ihr Produkteinführungsteam nicht mit anderen Abteilungen in Konflikt gerät.
8. Optimieren Sie Lead-Funnel
Es spielt keine Rolle, wie sehr Sie sich auf Ihre Zielgruppen oder Buyer Personas konzentrieren – jedes neue Produkt wird seine eigene Nische haben.
Eine neue Zielgruppennische bedeutet, dass Ihre Teams sich die Zeit nehmen müssen, um Marktforschung zu betreiben, eine neue Marktstrategie zu erstellen und Ihren Lead-Funnel für maximale Konversionen zu optimieren. Wenn Ihr neues Produkt einen großen Wandel für Ihr Unternehmen darstellt, lohnt es sich, Ihre Akquisestrategien zu aktualisieren und eine alternative Sales-Pipeline zu erstellen.
Tipp: Füllen Sie Ihren Lead-Funnel mit Interessent:innen, die gut zu Ihrem neuen Produkt passen, bevor Sie offiziell starten.
9. Richten Sie Vertriebsaktivitäten an der Customer Journey aus
Die Vertriebsaktivitäten variieren je nachdem, wo sich Ihre Interessent:innen in der Customer Journey befinden. Hier sind einige Beispiele für Aktivitäten, die Ihre Vertriebsmitarbeiter:innen durchführen können, während ein Käufer den Sales Funnel durchläuft:
Bewusstsein: Lassen Sie Käufer:innen durch Akquise und Marketing wissen, dass Sie eine Option sind.
Entdeckung: Bewerten Sie Leads und vereinbaren Sie Entdeckungstermine, um deren Bedürfnisse zu analysieren.
Bewertung: Senden Sie den Interessent:innen ein Angebot.
Absicht: Verhandeln und finalisieren Sie den Vertrag.
Kauf: Nehmen Sie die Zahlung entgegen und leiten Sie die Käufer:innen zum Onboarding weiter.
Treue: Liefern Sie das Produkt und bitten Sie um Kundenfeedback.
Tipp: Skizzieren Sie klar, welche Maßnahmen Sie von den Verkäufer:innen in jeder Phase des Sales Funnels erwarten, um Konsistenz in Ihrer gesamten Organisation zu gewährleisten.
10. Bereiten Sie Ihr Kundenservice-Team vor
Niemand möchte während einer Markteinführung über Produktprobleme nachdenken, aber neue Produkte bringen immer einen unvermeidlichen Ansturm an Fragen und Beschwerden von Kund:innen mit sich.
Deshalb ist es entscheidend, Ihr Kundenservice-Team über neue Produkte zu informieren und es auf bekannte Probleme vorzubereiten.
Tipp: Führen Sie Produktdemonstrationen für Ihr Support-Team durch, um sicherzustellen, dass es über das Wissen verfügt, Kundenfragen zu beantworten, wenn es soweit ist.
11. Planen Sie einen Mini-Launch, um die Performance zu testen
Ihre Markteinführung muss nicht ohne Vorbereitung von null auf hundert gehen. Wenn Sie Neuland betreten, versuchen Sie, einen Mini-Launch mit einer kleinen Gruppe treuer, geschätzter Kund:innen einzurichten.
Diese Kund:innen kennen Ihr Unternehmen und sind daher prädestiniert dafür, Einblicke in die Erfolge und Misserfolge Ihres Produkts zu geben. Mini-Launches können zudem enorme Kosten sparen. Wenn Sie feststellen, dass Ihr Produkt zurück ans Reißbrett muss, stecken Sie nicht in einer groß angelegten Markteinführung fest, die Sie abbrechen müssen.
Tipp: Wenn Sie Ihr Produkt per A/B-Test prüfen möchten, können Sie ein paar Mini-Launches aufsetzen und die Ergebnisse mit zwei verschiedenen Kundengruppen testen.
Beispiele für Go-to-Market Strategien
Hier sind Beispiele dafür, wie einige bekannte Marken GTM-Pläne genutzt haben, um neue Produkte einzuführen.
Beginnen wir mit einem Unternehmen, das wir alle kennen – Starbucks. Selbst riesige Unternehmen müssen kluge GTM-Strategien anwenden, wenn sie in neue Märkte expandieren. Starbucks expandierte erstmals 1999 nach China.
Hindernis: Während Starbucks heute wöchentlich über 6,4 Millionen chinesische Kund:innen bedient, gab es vor 20 Jahren große Bedenken, dass die Einführung scheitern würde. Die damaligen Starbucks-Marketer befürchteten, dass die Eröffnung einer kaffeeorientierten Marke in einem Land mit einer nationalen Teekultur nach hinten losgehen könnte.
Lösung: Forscher:innen von Starbucks verbrachten Monate damit, kulturell angemessene Werbemethoden, Getränkepräferenzen und demografische Daten der Bevölkerung zu untersuchen. Sie untersuchten auch die verschiedenen Regionen Chinas sowie alle kulturellen und finanziellen Unterschiede, die Auswirkungen auf die Expansion haben könnten.
Ergebnis: Letztendlich entschied sich das Unternehmen dafür, seine ersten Filialen in geschäftigen Metropolregionen Chinas zu eröffnen, wo wohlhabendere Bürger:innen und ein stärkerer Touristenverkehr die Glaubwürdigkeit der Marke und die Marktfähigkeit stärken würden. Starbucks änderte zudem seine amerikanische Speisekarte um mehr tee-basierte Produkte zu ergänzen, um Einheimische dazu zu bewegen, die Marke auszuprobieren.
Die Einführung war ein unbestreitbarer Erfolg. China bleibt für Starbucks der am schnellsten wachsende Markt, in dem alle 15 Stunden eine neue Filiale eröffnet wird. Starbucks florierte, indem es seinem neuen Publikum zuhörte und an das anknüpfte, was sie bereits liebten.
Huawei ist ein Unternehmen für Telekommunikationsausrüstung (wie Apple oder Samsung) mit Sitz in China. Im Jahr 2000 begann das Unternehmen trotz zahlreicher Markthürden eine Expansion nach Indien in Erwägung zu ziehen – die dringendste Hürde waren die politischen und wirtschaftlichen Spannungen zwischen den beiden Ländern.
Hindernis: Das Unternehmen musste zwei zentrale Hürden überwinden:
Wettbewerb: Der Telekommunikationsmarkt in Indien war bereits groß und dicht besiedelt.
Vorurteile: Zu dieser Zeit hielt ein Großteil Indiens chinesische Produkte für qualitativ minderwertig. Um erfolgreich zu sein, musste Huawei als chinesisches Unternehmen allgemeines Vertrauen und Beziehungen aufbauen.
Lösungen: Huawei schuf Servicezentren und Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in Indien, die lokale Arbeitsplätze boten, lokale Komponenten bezogen und sicherstellten, dass indische Angestellte die Produktqualität bestimmten.
Der zweite Triumph von Huawei bestand darin, seine Smartphones durch Partnerschaften mit englischsprachigen Kanälen als „Aspirationsprodukte“ zu bewerben. Huawei-Nutzer:innen kauften nicht nur ein Produkt, sie kauften die Chance, ihre Englischkenntnisse zu verbessern und auf dem Arbeitsmarkt aufzusteigen.
Ergebnis: Diese Strategien führten zu einem Zufluss von Einnahmen in die umliegenden Gemeinden und schufen Vertrauen, dass die Marke nicht einfach nur von ihren Kund:innen profitieren wollte.
Der Aufbau dieses Vertrauens führte Huawei zu großem Erfolg, und heute ist Indien Huaweis zweitgrößte Forschungsbasis außerhalb Chinas.
Slack ist ein innerbetriebliches Kommunikationssystem, das darauf ausgelegt ist, Teams auszurichten und Dateitransfers, Bestätigungen sowie übermäßigen E-Mail-Verkehr zu vereinfachen. Die Einführung und Entwicklung von Slack basierte fast ausschließlich auf Kundenfeedback – und das war nicht immer gut.
Lösung: Im August 2013 startete Slack eine zweite Vorschau, bei der Nutzer:innen eine Einladung anfordern mussten, um beizutreten. Das Unternehmen gewann innerhalb von 24 Stunden 8 000 Nutzer:innen und innerhalb von zwei Wochen 15 000. Der Ruf durch Mundpropaganda wuchs, und die Erzählung konzentrierte sich auf die Bereitschaft des Unternehmens, den Konsument:innen zuzuhören und das Produkt an das Feedback der Nutzer:innen anzupassen.
Ergebnis: In Kombination mit den niedrigen Kosten und der einfachen Installation von Slack schoss das Produkt durch den Markt und schuf einen einzigartigen Bedarf für ein erschwingliches, leicht installierbares Kommunikationssystem, das ganze Unternehmen verbinden konnte. Heute floriert Slack weiterhin, indem es eine kostenlose Version seiner Software anbietet, damit sich niemand vom Slack-Erlebnis ausgeschlossen fühlt.
Mailchimp ist heute eines der beliebtesten E-Mail-Automatisierungstools, insbesondere für kleine Unternehmen, aber das Unternehmen betrat den Markt mit kleinen Schritten.
Hindernis: Mailchimp begann als Nebenprojekt für die Gründer Ben Chestnut und Dan Kurzius, während sie als Webdesigner arbeiteten. Nachdem sie erfahren hatten, dass 70 Prozent der E-Mails als Spam eingestuft wurden, beschlossen die beiden, intelligentere E-Mail-Marketingmethoden zu entwickeln. Aber in einer Welt mit so viel Spam war es schwierig, die Nutzer:innen davon zu überzeugen, Mailchimp auszuprobieren.
Lösung: Alle Dienste von Mailchimp blieben in den ersten Jahren nach der Markteinführung kostenlos. Nach Jahren, in denen man sich auf SEO-Taktiken und Mundpropaganda-Marketing verlassen hatte, war Mailchimp populär genug, um eine gestaffelte Preisgestaltung einzuführen – aber das war nicht das, was den Markterfolg ausmachte.
Ergebnis: Mailchimp war eines der ersten Produkte, das sich auf E-Mail-Marketing und die Macht der Kontaktverwaltung konzentrierte. Infolgedessen drängten Investor:innen die Gründer immer wieder dazu, auf Unternehmensebene abzuzielen. Sie taten es nicht. Mailchimp stieg auf über 12 Millionen Nutzer:innen an, weil es seine Strategie auf kleinere Unternehmen und Einzelpersonen fokussierte. Schließlich hatten Großunternehmen zwar mehr Geld, waren aber zahlenmäßig weit unterlegen.
Durch die Beibehaltung einer kostenlosen Einstiegsversion und die Ausrichtung auf kleine Startups und einzelne Freelancer:innen entwickelte sich Mailchimp von einem Nebenprojekt zu einem 12-Milliarden-Dollar-Unternehmen.
Thinx stellt wiederverwendbare Unterwäsche für Menschen mit Periode her und ersetzt so den Bedarf an Einwegbinden und Tampons.
Hindernis: Die GTM-Strategie von Thinx drehte sich ganz um gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Schmerzpunkte. Als die Kosten für Binden und Tampons stiegen (und weiter steigen), begannen die Menschen, nach erschwinglicheren Alternativen zu suchen – besonders als die Diskussionen um die Pink Tax das öffentliche Bewusstsein erreichten.
Gleichzeitig waren viele Konsument:innen besorgt über die Umweltauswirkungen der Verwendung von Einwegbinden und Tampons, insbesondere von Applikatoren aus Kunststoff.
Lösungen: Thinx bot eine Lösung für beide Probleme. Die wiederverwendbare Thinx-Unterwäsche spart nicht nur Geld in der Drogerie, sondern macht auch Einweg-Hygieneprodukte überflüssig. Zudem bietet Thinx diese Option sowohl für Binden- als auch für Tamponnutzer:innen an. Im Vergleich dazu sprechen ähnliche Produkte wie Menstruationstassen nur Nutzer:innen von Tampons oder anderen internen Produkten an.
Ergebnis: Durch den Fokus auf Inklusivität, Nachhaltigkeit und sozioökonomischen Wandel stieg Thinx schnell an die Spitze des Marktes.
Fitbit ist eine Fitness-Tracking-Uhr, die mit einer App auf Ihrem Smart-Gerät verbunden ist. Nach einem holprigen Start in der Fertigung dominiert sie nun den Fitnessmarkt als die am häufigsten heruntergeladene Fitness-App im Apple App Store – sogar gegen Hauptkonkurrenten wie Nike. Der Schlüssel zum Erfolg von Fitbit? Seine GTM-Strategie.
Hindernis: Fitbit als Produkt ist nicht einzigartig, besonders heute nicht. Apple Watches und andere smarte Fitnessgeräte zeichnen ebenfalls Schritte und Übungen auf.
Lösung: Fitbit vermarktet nicht nur die Fähigkeiten seiner Produkte – es nutzt auch die psychologischen und sozialen Elemente von Fitness. Viele Menschen verlieren Gewicht oder bauen Muskeln auf, weil sie ein Fitbit-Produkt verwenden, aber der eigentliche Erfolg liegt in den Errungenschaften und den Social-Media-Verbindungen.
Wie Social-Media-Plattformen ermöglicht es Fitbit Ihnen, Kontakte zu finden und sich mit ihnen zu „befreunden“. Wenn Sie eine bestimmte Anzahl von Kilometern oder Schritten auf Fitbit erreichen, postet die App Ihre Leistung automatisch an die Masse. In jüngerer Zeit hat Fitbit begonnen, Fitness spielerisch zu gestalten (Gamification), und ermutigt zu Wettbewerben und Herausforderungen unter Freund:innen. Dies fördert den natürlichen Wettbewerb und erzeugt ein tiefes Gefühl von FOMO (Fear of Missing Out) bei Nichtnutzer:innen.
Ergebnis: Durch die Partnerschaft mit Prominenten wurde Fitbit zudem als der bevorzugte Fitness-Monitor der Stars bekannt. Indem Fitbit das Versprechen des „Hollywood-Bodys“ nutzte, gewann es zahlreiche Nutzer:innen, die hofften, neue Fitnessziele zu erreichen. Fitbit ist auch heute noch marktführend.
Vorlage für eine Go-to-Market Strategie
Nutzen Sie die editierbaren Abschnitte in dieser Vorlage, um eine neue Produktidee zu konzipieren, Ihre Forschung zu dokumentieren und eine Einführungsstrategie vorzubereiten. Sie können auch die Kästchen der integrierten Checkliste abhaken, um den Überblick über Ihre Entscheidungen zur Kontaktaufnahme zu behalten. In der Vorlage finden Sie Abschnitte zur Bestimmung von:
Go-to-Market Strategien und Marketingpläne gehen im Allgemeinen Hand in Hand, weisen aber einige wesentliche Unterschiede auf.
GTM-Strategie: Dies ist ein groß angelegter Bauplan, der Ihr Team durch jede Phase des Produkteinführungsprozesses führt, von der Forschung und Entwicklung bis zur Veröffentlichung. Sie umfasst entscheidende Schritte für die Teams aus Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung, um eine spezifische Einführung oder Marktexpansion abzuschließen, und kann bei wachsendem Unternehmen wiederverwendet und angepasst werden.
Marketingplan: Dieser baut auf einem kleinen Teilbereich der GTM-Strategie auf und skizziert Pläne zur Bewerbung eines Produkts bei der Zielgruppe, einschließlich Kanälen, Botschaften, Strategien und mehr. Marketingpläne bieten zudem langfristige Vorschläge zur Steigerung der Markenbekanntheit und Rentabilität, die über ein einzelnes Produkt hinausgehen können.
Der größte Fehler, den Sie bei der Erstellung Ihrer Go-to-Market Strategie vermeiden sollten, besteht darin, sie als einmaligen Einführungsplan statt als sich entwickelndes Framework zu betrachten. Sie sollte als ein lebendiges Dokument behandelt werden, das sich anpasst, wenn Ihr Unternehmen wächst.
Die 4 P’s der Go-to-Market (GTM) Strategie sind ein Framework, das definiert, wie Sie ein Produkt auf den Markt bringen und wie Kund:innen es erleben:
Product (Produkt): Was Sie anbieten, welches Problem es löst, wie es sich von Wettbewerber:innen unterscheidet und wie es Ihrer Zielkundschaft einen Mehrwert bietet.
Price (Preis): Wie viel die Kund:innen bezahlen und wie die Preisgestaltung strukturiert ist. Dies sollte mit den Kundenerwartungen und dem von Ihnen gebotenen Wert übereinstimmen und gleichzeitig Ihre Geschäftsziele unterstützen.
Place (Ort): Wo und wie Kund:innen Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung kaufen. Beispiele hierfür sind vertriebsorientierte Ansätze, Self-Service, Partnerkanäle, Marktplätze oder eine Kombination dieser Ansätze.
Promotion: Wie Sie Ihren Wert kommunizieren und Nachfrage generieren. Dazu gehören Botschaften, Positionierung, Marketingkanäle, Sales Enablement und Taktiken zur Markteinführung.
Dieses Framework stellt sicher, dass Sie eine stimmige Customer Experience liefern, anstatt nur ein Produkt auf den Markt zu bringen.
Planen Sie Ihre Produkteinführung mit Blick auf den Kundenservice
Eine Go-to-Market Strategie hilft dabei, sicherzustellen, dass Ihr Produkt bereit ist für den Erfolg – aber der wahre Test kommt nach der Markteinführung, wenn Kund:innen schnelle Antworten und reibungslosen Support erwarten. Ihr CRM organisiert wertvolle Käuferdaten, und die Zendesk-Kundenservice-Software nutzt diese, um vom ersten Tag an nahtlose Erfahrungen zu schaffen.
Mit KIAutomatisierung-, integrierten Workflows und voller Sichtbarkeit der Kundeninteraktionen hilft Zendesk Ihrem Team, den Support zu personalisieren, Probleme schnell zu lösen und neue Kund:innen lange nach der Markteinführung an sich zu binden.